
Gesundes Essverhalten lernen, soziale Gemeinschaft erleben und Lebensmittel wertschätzen – so die Mission des Projektes „Ernährungsbildung stärken – Mensen zu Lernorten". Heute (Dienstag) gab Ernährungsministerin Miriam Staudte in der Grundschule Wettbergen den offiziellen Startschuss für das landesweite Modellvorhaben. Als eine von sieben Projektschulen werden Schülerinnen und Schüler künftig gemeinsam mit und von Lehrkräften und Ernährungsfachleuten lernen, was gute Ernährung ausmacht.
Dabei stehen praktische Erfahrungen im Vordergrund, so Ministerin Staudte: „Wir sollten Schulmensen künftig nicht nur als Ort der Sättigung sehen, sondern als Lernort für gesunde Ernährung und gemeinsames Essen als kulturelle Errungenschaft wiederentdecken. Wenn ein Kind in der Schule lernt, wie es einen Obstsalat zubereitet, wird es das Wissen auch nach Hause tragen. Wir wollen, dass die Zubereitung von Essen gelehrt wird und wir nicht tatenlos zuschauen, dass Essen immer mehr bedeutet, Fertiggerichte zu konsumieren und sich dabei ein Kochvideo anzuschauen. Das 1,2 Millionen Euro umfassende Projekt ermöglicht es den Schulen in diese Entwicklung zu investieren: Vom Personal zur Ernährungsberatung bis hin zu Veränderungen der Mensen und Küchen haben wir bewusst einen weiten Bogen gespannt. Dieses Spektrum erleichtert es den verschiedenen Schulformen für sie passende Potenziale zu heben."
Das Interesse der Schulen war überwältigend: Rund 90 Schulen hatten sich beworben. Auf Grundlage eines mit Ernährungsexpert*innen entwickelten Kriterienkatalogs, wurden neben der Grundschule Wettbergen (Schulbezirk Hannover), die IGS Sassenburg (Schulbezirk Braunschweig), die Grundschule Ganspe (Schulbezirk Weser-Ems), die Geestlandschule Fredenbeck (Schulbezirk Lüneburg), die IGS Lengede (Schulbezirk Braunschweig), das Bildungshaus Hahle (Schulbezirk Lüneburg) und die Grundschule Merzen (Schulbezirk Weser-Ems) ausgewählt.
Besonders freut sich Daniel Schweer, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Familie und Soziales in der Samtgemeinde Neuenkirchen. „Die Auswahl der Grundschule Merzen zeigt, dass dort herausragende pädagogische Arbeit in einem guten Umfeld geleistet wird. Mit dem Neubau des Dorfcampus wird dies noch weiter ausgebaut werden.“






